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UX-Design für eine bessere Candidate Experience: Wettbewerbsvorteile nutzen

Wer auf UX Design verzichtet, verliert Bewerber

Auch Bewerber sind Internetnutzer und Online-Konsumenten. Das heißt: Sie kennen die Consumer Experience, die Apple & Co. ihren Nutzern bieten. Online-Kunden sind eine positive User Experience gewohnt. Dementsprechend hoch sind auch die Erwartungen der Bewerber in puncto Online-Bewerbung: Wieso sollten Bewerber anders als Kunden nicht durch eine gute UX in ihrer Bewerbungsentscheidung bestärkt werden? Um potenzielle Online-Kunden in ihrer Kaufentscheidung zu bestärken ist die User Experience ein unverzichtbares Instrument. Und auch im Recruiting entfaltet eine überzeugende UX ihre Vorteile: Nutzer werden durch eine einfache Navigation mit möglichst wenigen Barrieren durch den Bewerbungsprozess geführt und Unternehmen steigern ihre Conversion Rate. Die analytisch messbare Route entlang der Candidate Journey vom ersten Bewerberkontakt bis zur erfolgreichen Stellenbesetzung kann man sich wie einen Trichter vorstellen: An jedem Touchpoint springt ein Teil der potenziellen Bewerber ab. Je steiniger der Weg, desto höher die Absprungrate. Eine schlecht auffindbare Karriereseite, lange Ladezeiten und andere unnötige Störfaktoren erhöhen die Anzahl der Abbrüche. Und hier hört der Impact einer schlechten UX leider nicht auf: In einer Umfrage mit rund 300 Jobsuchenden kam Software Advice zu einem Ergebnis, das wachrütteln sollte: Über 80 % der Kandidaten gaben an, sich sehr wahrscheinlich oder wahrscheinlich nie wieder bei einem Unternehmen zu bewerben, wenn die Candidate Experience schlecht war. Fast 60 % würden sogar anderen davon abraten, sich bei dem Unternehmen zu bewerben. Die Hälfte der Befragten zog in Erwägung, eine schlechte Bewertung im Arbeitgeberbewertungsportal glassdoor zu schreiben. Knapp zwei Drittel hielten es für sehr wahrscheinlich oder eher wahrscheinlich, dass sie ein Jobangebot ausschlagen würden. Hier wird wieder einmal deutlich, dass sich die UX auf das gesamte Nutzungserlebnis vor, während und nach der Nutzung einer Website oder eines Produkts bezieht. Nimmt man die Studie ernst, muss ein Unternehmen mit einer schlechten UX sich nicht nur auf vorzeitige Bewerbungsabbrüche und Einbußen in der Conversion Rate einstellen, sondern auch mit Reputationsverlusten durch schlechte Arbeitgeberbewertungen oder Mundpropaganda rechnen. Die gute Nachricht: Eine positive Candidate Experience kann die Effekte umkehren.

Die Candidate UX als Wettbewerbsvorteil

Fast 100 % der befragten Jobsuchenden würden sich wahrscheinlich wieder bei einem Unternehmen bewerben, wenn sie im Bewerbungsprozess von einer positiven Candidate Experience profitiert haben. Über 90 % hielten es für sehr wahrscheinlich oder eher wahrscheinlich, dass sie ein Jobangebot von der Firma annehmen würden. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kandidaten anderen zu einer Bewerbung im Unternehmen raten würden, lag bei 88 %. Eine positive glassdoor-Bewertung würde mehr als die Hälfte der Jobsuchenden eher oder sehr wahrscheinlich verfassen. Diese positiven Effekte der Candidate Experience sollten sich Recruiter nicht entgehen lassen. Die CandEx ist ein entscheidender Faktor, um die Konversionsrate zu beeinflussen und mehr Interessierte in Bewerber umzuwandeln. Recruiter, die in Zeiten eines verschärften Wettbewerbs um Kandidaten neue, kreative Wege gehen, verschaffen sich einen Wettbewerbsvorteil. Ein vielversprechender Weg – leider bisher vor allem in den USA diskutiert – ist die Candidate UX: Die wichtigsten Säulen und Best Practices im UX Design werden im Recruiting-Prozess genutzt, um einen nutzerfreundlichen Bewerbungsprozess zu gestalten und die Candidate Experience zu verbessern.

Was sind die wichtigsten Kriterien im UX Design?

UX-Designer können Ihnen die grundlegenden Säulen einer positiven User Experience sicherlich im Schlaf herunterbeten. Wenn Sie einen UX-Pro nachts um 2 Uhr aufwecken, bekommen Sie folgendes zu hören:
Usability: Die Website ist intuitiv bedienbar – Nutzer finden alle wichtigen Infos ohne lange zu suchen. Usability und guter Content (klare UEP, aussagkräftige Stellenanzeigen…) gehen Hand in Hand.
Mehrwert: Nutzer gewinnen durch die Nutzung der Website oder des Produkts einen Mehrwert.
Ästhetik: Die Website ist optisch ansprechend und der User empfindet sie als attraktiv. Ästhetik und einfache Navigierbarkeit gehen häufig miteinander einher.
Utility: Die Website bietet nützliche Inhalte und Funktionen – zum Beispiel eine schnelle Bewerbung per Call-to-Action-Button und CV-Parser.
Accessibility: Die Website verfügt über kurze Ladezeiten und ist mit verschiedenen Endgeräten kompatibel (z. B. Desktop PC, Smartphone, Tablet…).
Joy of Use: Der Nutzer verbindet positive Emotionen mit der Nutzung der Website. Ästhetischen Faktoren (attraktives graphisches Design) und emotionalen Faktoren spielen dabei eine Rolle: Die Darstellung und Beschreibung der Employer Brand, Unternehmenskultur etc. wecken positive Emotionen und sind überzeugend.
Nach der Betrachtung der wichtigsten Basics wird es Zeit, konkret zu werden. Ein Paar erste Tipps zur Gestaltung der Karriereseite gibt es hier. Im nächsten Blogbeitrag lesen Sie, wie Sie Ihre Stellenanzeigen attraktiv darstellen (Welcher Content ist wichtig? Kacheln oder Listen? Scrolling oder Pagination?).

Fazit

Die Candidate Experience hat nicht nur Einfluss darauf, ob ein User die Bewerbung abbricht oder die Stelle im Unternehmen antritt. Eine schlechte CandEx kann soweit führen, dass Kandidaten anderen von einer Bewerbung abraten oder sich in Zukunft nicht mehr im Unternehmen bewerben würden. Eine positive Candidate Experience hingegen kann die Effekte umkehren: Laut Studie würde sich ein Großteil der Jobsuchenden, die positive Erfahrungen entlang der Candidate Journey gemacht haben, erneut bei einem Unternehmen bewerben und es anderen weiterempfehlen. Für Recruiter ist die Candidate UX ein Wettbewerbsvorteil, auf den sie nicht verzichten sollten: Ein Online-Bewerbungsprozess, der auf die wichtigsten Säulen und Best Practices im UX Design setzt, trägt zu einer positiven Candidate Experience bei – und bietet damit eine höhere Chance auf eine optimierte Conversion Rate und Reputationsgewinne.

Quelle Foto: Fotolia © georgejmclittle

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