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Keine Angst vor der Arbeitgeberbewertung: So schützen Sie sich vor Negativkritik

Transparenz für Bewerber

Schlechtes Betriebsklima, mobbende Kollegen und keine Aufstiegschancen im Job – so etwas möchte kein Arbeitgeber ohne Hang zur Selbstdestruktion über sich im Internet lesen. Negative Bewertungen tendieren dazu, stärker im Gedächtnis haften zu bleiben als positive. Dabei treffen die Extreme selten zu: Manchmal kommen sie als Frusttiraden rachewütiger Ex-Kollegen daher, die ihre Kündigung nicht überwunden haben. Manchmal gibt es durchaus konstruktive Kritik, die Missstände aufzeigt und Veränderungsinitiativen anstößt. Arbeitgeber müssen jedenfalls nicht jede Form von Negativkritik tatenlos über sich ergehen lassen. Rechtlich gibt es durchaus Möglichkeiten, sich gegen Schmähkritik zu wehren. Ein Verzicht auf Arbeitgeberbewertung – wenn sich diese in Zeiten ständiger digitaler Bewertbarkeit überhaupt vermeiden lassen – ist kaum eine Lösung: Unternehmen verzichten auf mögliche positive Bewertungen und zusätzliche Sichtbarkeit im Netz als Instrument des Employer Brandings. Arbeitgeberbewertungen signalisieren Transparenz hinsichtlich der Mitarbeiter- und Bewerbererfahrungen, der Unternehmenskultur und Arbeitsatmosphäre. Sie können dazu beitragen, die Glaubwürdigkeit eines Arbeitgebers zu festigen: Im Unterschied zu geschönten Imagebroschüren bieten Mitarbeiter- und Bewerberfeedback Informationen aus erster Hand und wirken häufig glaubwürdiger. Der vielleicht wichtigste Punkt: Arbeitgeberbewertungen können Einfluss auf die Bewerbungsentscheidung haben.

Sind Arbeitgeberbewertungsportale überhaupt relevant?

Aktiv genutzt werden Arbeitsgeberbewertungsportale laut „Social Media Personalmarketing Studie 2016“ zwar nur von 23 % der befragten Fach- und Führungskräfte – Unternehmen sind da mit 58 % deutlich aktiver – doch das sind immerhin fast ein Viertel der potenziellen Bewerber. Und vielleicht ist gerade unter den 23 % der richtige Kandidat. Außerdem: Wer hat als Bewerber nicht schon mal nach dem Wunscharbeitgeber gegoogelt? Der ein oder andere wird dabei auch ohne aktiv danach zu suchen auf Arbeitgeberbewertungen gestoßen sein. Nimmt man noch eine weitere Studie des Digitalverbands Bitkom hinzu, sehen die Zahlen etwas anders aus: Drei von zehn Internetnutzern lesen laut Studie Arbeitgeberbewertungen, drei Viertel davon ließen sich dadurch schon einmal in ihrer Bewerbungsentscheidung beeinflussen. Mehr als die Hälfte konnte durch gute Bewertungen in der Entscheidung bestärkt werden. Wie hoch die Relevanz von Arbeitgeberbewertungsportalen tatsächlich ist, lässt sich nicht eindeutig sagen. Feststeht, dass positive Bewertungen und eine höhere Sichtbarkeit von Arbeitgebern nicht schaden und die Bewerbungsentscheidung mitunter stützen können. Der Einfluss von Arbeitgeberbewertungsportale, zeigt sich u. a. an den Zahlen von Branchenprimus kununu: 2,5 Millionen Besuche und 7, 5 Millionen Seitenaufrufe verzeichnet der Marktführer unter den Arbeitgeber-Bewertungsportalen monatlich. Mit dem deutschen Ableger von glassdoor, das in den USA mit rund 30 Millionen Usern zu den einflussreichsten Bewertungsplattformen zählt, ist im Januar 2015 ein weiteres Portal hinzugekommen.

Negativkritik angehen

Sorge Nummer 1: Schlechte Bewertungen vergraulen potenzielle Bewerber.
Die gute Nachricht: Schlechte Bewertungen sind kein Bewerbungskiller. Gehen die Arbeitgeber auf Negativkritik ein, haben laut „Social Media Personalmarketing Studie 2016“ auch schlecht bewertete Unternehmen eine Chance: 21 % der Studenten würden sich trotzdem auf Jobs beim Unternehmen bewerben, bei den Fach- und Führungskräften sind es mehr als ein Drittel (36 %). Eine Möglichkeit, gegen negative Bewertung vorzugehen besteht also darin, diese nicht unkommentiert stehen zu lassen und darauf einzugehen. Natürlich nicht irgendwie – mit Copy-Paste-Kommentaren ist niemandem geholfen. Die Antwort bzw. Stellungnahme sollte signalisieren, dass Arbeitgeber die Kritik ernst nehmen. Um schnell auf Kritik zu reagieren, empfiehlt sich regelmäßiges Monitoring.
Sorge Nummer 2: Negative Bewertungen schaden der Gesamtbewertung.
Verfügt das Unternehmen über viele, überwiegend positive Bewertungen, lassen sich negative Bewertungen leichter nivellieren. Überhaupt ist die Aussagekraft natürlich höher, je mehr Bewertungen Arbeitgeber einfahren. Um die Zahl der Bewertungen zu erhöhen, können bspw. Mitarbeiter oder Bewerber dazu animiert werden, eine Bewertung abzugeben. Die Bewertungen können somit auch ein Ansporn sein, sich gegenüber Mitarbeitern und Bewerbern als guter Arbeitgeber zu verhalten.
Sorge Nummer 3: Der Arbeitgeber verliert an Kontrolle über die eigene Außenwirkung.
Arbeitgeberbewertungen lassen sich allenfalls beeinflussen – etwa durch eine positive Candidate und Employee Experience. Erzwingen lässt sich die 5-Sterne-Bewertung auf kununu & Co. nicht, selbst wenn Unternehmen versuchen sollten, eigene geschönte Bewerbungen abzugeben. Entscheidet sich ein Kandidat dafür, eine gerechtfertigte negative Bewertung abzugeben, lässt sich diese nicht so einfach entfernen. Dass ungerechtfertigte Diffamierungen und Negativkritik aus dem Ruder laufen und in einem Shitstorm gipfeln, brauchen Unternehmen nicht zu befürchten. Gegen unzulässige Behauptungen können sie rechtlich vorgehen: Rechtswidrig sind falsche Tatsachenbehauptungen, Einträge mit dem Ziel der Rufschädigung (z. B. Beleidigungen, üble Nachrede oder Diffamierungen), die Veröffentlichung von Betriebsgeheimnissen und die namentliche Erwähnung von Mitarbeitern oder Vorgesetzten. Unternehmen haben die Möglichkeit, einen Löschantrag zu stellen, um solche Kommentare entfernen zu lassen. Die Beweislast liegt bei demjenigen, der die Negativkritik hervorgebracht hat.

Fazit

Arbeitgeberbewertungsportale? Der Gedanke beschwört bei einigen Arbeitgebern direkt Negativszenarien herauf: Die Sorge, die Kontrolle über die eigene Außenwirkung zu verlieren und Rufschädigungen zu erleiden, ist groß. Dabei müssen sich Arbeitgeber Negativkritik nicht gefallen lassen: Reagiert der Arbeitgeber mit ernstgemeinten Stellungnahmen, würden sich einige Bewerber trotz negativer Bewertung bewerben. Arbeitgeber, die viele Bewertungen erhalten und sich gegenüber Mitarbeitern und Bewerbern überwiegend positiv verhalten, können damit rechnen, dass die positiven Bewertungen bei der Gesamtbewertung stärker ins Gewicht fallen. Sollten die Bewertungen und Kommentare mit dem Ziel der Rufschädigung erfolgen oder sonst wie rechtswidrig sein, können Unternehmen einen Löschantrag stellen. Vermeiden lassen sich Online-Bewertungen im Zeitalter der ständigen digitalen Bewertbarkeit nur schwer. Besser ist es, die Bewertungen weitestgehend zu beeinflussen, z. B. durch Monitoring, ernst gemeinte Stellungnahmen, Maßnahmen für eine positive Employee und Candidate Experience und die Ermutigung von Bewerbern und Mitarbeitern, eine Bewertung abzugeben.

Quelle Foto: Fotolia © Jakub Jirsák

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